Die multikulturelle Entwicklung am Beispiel des Fußballs

Image result for Die multikulturelle Entwicklung am Beispiel des FußballsKönig Fußball regiert die Welt, so heißt es in einem Song, den die späteren deutschen Weltmeister 1974, vor der WM im eigenen Land, einsangen. Das gilt heute noch weitaus mehr als zu Mitte der 70er Jahre, als der Profifußball gerade erst in den Kinderschuhen steckte. Heute besitzt dieser Sport eine weitaus höhere Bedeutung und wird nahezu in jedem Land auf dieser Erde praktiziert.

Dabei haben sich, auch bedingt durch die Zuwanderung in vielen Ländern, die Grenzen doch sehr weit verschoben. War an eingebürgerte Nationalspieler noch in den 90er Jahren nicht zu denken, so gehören diese heute, nicht nur in Deutschland, bereits zum Standard. Im Jahr 2001 wurde der gebürtige Afrikaner Gerald Asamoah zu ersten schwarzafrikanischen Nationalspieler Deutschlands.

Doch was damals noch eine Besonderheit war, hat sich in den vergangenen Jahren nahtlos fortgesetzt. So spielen heute mit Jerome Boateng, Leroy Sane, Samy Khedira, Mesut Özil, Emre Can und Ilkay Gündogan eine ganze Reihe von Spielern für Deutschland, deren Eltern einst aus einem anderen Land umgesiedelt sind. Das aus den verschiedensten Gründen, ob wegen der besseren Perspektive oder wegen des Sports wie im Fall des Vaters von Leroy Sane, Souleymane Sané, der einst als Profil in der Bundesliga spielte und heute als Trainer tätig ist.

Doch nicht nur in Deutschland spielen die Kinder von Auswanderern eine große Rolle, auch die Schweiz profitiert heute von Spielern wie Xherdan Shaquiri, Granit Xhaka, Valon Behrami und Blerim Dzemaili die ebenfalls allesamt nicht in der Schweiz geboren wurden, die aber für sie bei den Welt- und Europameisterschaften antreten.

Dieses Bild bietet sich den Beobachtern auch in vielen anderen europäischen Ländern, wie in Frankreich oder in Belgien, wo ebenfalls Spieler, die in anderen Nationen geboren wurden, eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft einnehmen.

So dient einmal mehr der Fußball als ein positives Beispiel für eine multikulturellere Gesellschaft in der Zukunft.