So zeigt der Verlauf der WM 2018 die Stimmungslage in Deutschland

Image result for So zeigt der Verlauf der WM 2018 die Stimmungslage in DeutschlandDie Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland ist in vollem Gange und der „noch“ amtierende Weltmeister Deutschland sitzt bereits wieder zuhause vor dem Fernseher oder, wie im Falle der Spieler der Mannschaft, eher im Urlaub. Ausgeschieden nach der Vorrunde, in einer Gruppe, die zuvor keinem das Fürchten gelehrt hatte. Nun mag so mancher vielleicht denken, wir haben doch aktuell weitaus größere Probleme in diesem Land als den Fußball. Dennoch bietet dieser ein gewisses Abbild von dem, was sich aktuell in Deutschland abspielt.

Da werden die beiden türkischstämmigen Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan noch vor dem Beginn der WM von allen Seiten heftig kritisiert, wofür ein Foto mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, auf dem die beiden deutschen Nationalspieler dem Machthaber im Heimatland ihrer Eltern ein Trikot ihres jeweiligen Vereins, für den diese momentan spielen, überreicht haben.

Zwar war der Zeitpunkt, an dem das Foto an die Öffentlichkeit kam, denkbar ungünstig und doch wirkt es im Nachhinein so, als sei der Wirbel hierum doch größer gewesen als eigentlich nötig. Denn wie bereits kurz nach dem Treffen bekannt wurde, wurden die Trikots den beiden Spieler zuvor zur Übergabe bereitgestellt, diese mussten nur darauf unterschreiben. All das wirkt in erster Linie wie ein ausgeklügelter Plan Erdogans, um auf diese Weise Pluspunkte für die kurz darauf stattfindende Wahl in der Türkei zu sammeln.

Doch es passt auch zum Bild von Deutschland im Jahre 2018, dass ein solches Foto den Traum einer ganzen Nation, von der erstmaligen Titelverteidigung bei einer WM, derart beeinflussen konnte. Denn anders als noch bei der WM 2014, als die Menschen den Gewinn der Weltmeisterschaft gemeinsam auf den Straßen feierten, ganz gleich aus welchem Geburtsland diese stammen, scheint dieser Geist nur vier Jahre später vollkommen verfolgen zu sein.

Kurzum: Von einer Einheit kann derzeit weder innerhalb der deutschen Bevölkerung, noch in der deutschen Nationalmannschaft die Rede sein.